3D

26 Jan

Immer wieder höre ich von sogenannten „undogmatischen“, sich neuerdings gar „israelsolidarisch“ schimpfenden Linken, israelbezogenen Antisemitismus erkenne man an den 3 Ds: an Delegitimierung, Dämonisierung und an doppelten Standards.

Das ist freilich nur der Versuch, die Möglichkeit einer eigenen „emanzipatorischen“ Israelkritik – also einer, die es mit den Juden ja nur gut meint – noch zu retten, differenziert dieser Gedanke ja nicht mal in der Hinsicht, dass Antisemiten mit ihrem Antisemitismus a) nicht immer in Form der 3 Ds offen herumprahlen sowie b) sich dieser Antisemitismus in der postnazistischen Bundesrepublik sehr häufig als Philosemitismus zeigt, der mit den 3 Ds freilich nichts am Hut haben will, Israel gar zur deutschen Staatsraison erhebt und gerne mal Beschneidungskritiker projektiv als die Antisemiten abstempelt, die die Philosemiten eigentlich selber sind.

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